Offenes MRT in der Orthopädie …
… Kernspintomographie ohne Platzangst

Rasche Diagnostik ermöglicht rasche Therapie. Das ist unser Ziel. Wie häufig erfolgt gerade bei Verletzungen z.B. an Sprunggelenk, Schulter oder Knie die Stellung der richtigen Diagnose zu spät für ein optimales Behandlungsergebnis?

Durch den Einsatz eines sogenannten „Offenen MRT“ brauchen Sie auch keine Angst mehr vor einer „Platzangst“ (Klaustrophobie) zu haben. Die Untersuchung erfolgt nicht in einer geschlossenen Röhre (Tunnel). Die Untersuchung im offenen MRT ist also deutlich entspannter und stressärmer.

Unser „S-Scan“-MRT-Gerät von einem der auf dem Weltmarkt führenden Hersteller wurde speziell zur Diagnostik von Muskel- und Skeletterkrankungen entwickelt. Dadurch können nicht nur der Knochen, sondern auch Muskeln, Sehnen, Bänder und Flüssigkeiten optimal dargestellt werden. Die Untersuchung und Befundbesprechung erfolgt direkt bei uns in der Praxis am Standort in Walldorf.

Die schmerzfreie Untersuchung im offenen MRT erfolgt ohne jegliche Strahlenbelastung und ist insbesondere auch für Kinder geeignet. Mutter, Vater oder eine andere Begleitperson können während der Untersuchung bei ihrem Kind bleiben.

Auch stark übergewichtige Patienten können gut untersucht werden.

Beispiele aus der Praxis

Folgende Bilder stammen von einem esaote-S-Scan. Das ist das MRT-Gerät, welches in der Praxis am Standort Walldorf für Sie zur Verfügung steht. Nach der Inbetriebnahme unseres Geräts am 6. Juni 2016 werden wir Ihnen an dieser Stelle immer mehr Originalaufnahmen aus dem Orthopädischen Praxiszentrum Rhein Neckar zeigen.

Bei folgenden Diagnosen und Fragestellungen eignet sich die MRT-Untersuchung besonders gut:

  • Bandscheibenvorfall Enge der Nervenwurzellöcher
  • Enger Spinalkanal an der Halswirbelsäule
  • Ausschluss von Tumoren und Entzündungen

Bei folgenden Diagnosen und Fragestellungen eignet sich die MRT-Untersuchung besonders gut:

  • Bandscheibenvorfall der LWS
  • Bandscheibenverschleiß (Osteochondrose)
  • Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Spondylarthrose)
  • Enger Spinalkanal
  • Frischer oder alter Wirbelkörperbruch, z.B. bei Osteoporose
  • Ausschluss von Tumoren und Entzündungen

Bei folgenden Diagnosen und Fragestellungen eignet sich die MRT-Untersuchung besonders gut:

  • Sehnenverletzungen (Rotatorenmanschettenruptur)
  • Degenerative Sehnenerkrankungen (Supraspinatussehnensyndrom)
  • Labrumläsionen (Schaden an der Gelenklippe im Schultergelenk)
  • Risse der langen Bizepssehne
  • Aktivierte Arthrose
  • Schleimbeutelentzündungen
  • Erkrankungen des Schultereckgelenks

Bei folgenden Diagnosen und Fragestellungen eignet sich die MRT-Untersuchung besonders gut:

  • Tennisellenbogen
  • Golferellenbogen
  • Brüche des Speichenköpfchens (Radiusköpfchenfraktur)

Bei folgenden Diagnosen und Fragestellungen eignet sich die MRT-Untersuchung besonders gut:

  • Brücke im Handwurzelbereich, z.B. Kahnbeinfraktur
  • Ausschluss einer Falschgelenkbildung nach einer Kahnbeinfraktur
  • Durchblutungsstörungen der Handwurzelknochen, z.B. Lunatummalazie
  • Aktivierte Arthrosen, z.B. am Daumensattelgelenk
  • Entzündliche Veränderungen bei einer Rheumaerkrankung
  • Ganglien im Handgelenk
  • Untersuchung des Karpaltunnels

Bei folgenden Diagnosen und Fragestellungen eignet sich die MRT-Untersuchung besonders gut:

  • Durchblutungsstörungen (Hüftkopfnekrose)
  • Knochenödeme
  • Freier Gelenkkörper
  • Aktivierte Arthrose der Hüftgelenke
  • Entzündungen der Kreuz-Darmbeingelenke (SIG)
  • Darstellung der Gelenkpfanne des Hüftgelenks
  • Ausschluss von (Ermüdungs-)Frakturen im Beckenbereich

Bei folgenden Diagnosen und Fragestellungen eignet sich die MRT-Untersuchung besonders gut:

  • Meniskusriss
  • Kreuzbandverletzung
  • Innenbandläsion
  • Arthrose (Beurteilung des Knorpelbelags)
  • Knorpelverletzungen
  • Schleimbeutelentzündungen
  • Knochenödem
  • Abklärung eines Gelenkergusses

Bei folgenden Diagnosen und Fragestellungen eignet sich die MRT-Untersuchung besonders gut:

  • Außenbandverletzung
  • Aktivierte Arthrose der Furzwurzel
  • Fersensporn
  • Achillessehnenreizung
  • Sehnenverletzungen
  • Ermüdungsbruch, z.B. bei Überlastung oder Osteoporose
  • Entzündliche Veränderungen
  • Durchblutungsstörungen des Sprungbeins (Talusnekrose)
  • Osteochondrosis dissecans

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Wir verwenden ein hochmodernes Offenes MRT des Typs „S-Scan“ der Firma Esaote. Bei einer Kernspintomographie, die auch MRT (Magnetresonanztomographie) genannt wird, wird mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen ein Gewebesignal aus Wasserstoff-Atomen empfangen, aus welchem über ein kompliziertes mathematisches Rechenverfahren Schnittbilder erzeugt werden. Kurz: Aus dem „Klang“ des Körpers werden detailgetreue Bilder der Untersuchungsregion berechnet. Je nach Gewebeart und gewählter Untersuchungssequenz ergeben sich unterschiedliche Bildkontraste, die in Zusammenschau dann zur richtigen Diagnose führen. Die Sequenzen basieren auf dem unterschiedlichen Fett- und Wassergehalt der Gewebe. Durch zusätzliche passgenaue „Spulen“, je nach Untersuchungsregion, werden ausgezeichnete Bilder erzeugt. Im Gegensatz zu Röntgen- und CT-Aufnahmen erhält man im MRT eine hervorragende Darstellung der Weichteile. Durch die aktuelle eXP-Technologie, die Esaote entwickelt hat, wurden die Untersuchungszeiten auch im S-Scan deutlich reduziert und die Bildqualität noch weiter verbessert. Überzeugen Sie sich selbst! Die Bildaufnahmezeiten sind zwischenzeitlich so kurz, dass sogenannte bewegte „real time“ Aufnahmen möglich sind, z.B. zur Meniskusdiagnostik. Auch wird ein 3D-Datensatz erzeugt, aus dem sich beliebige Sekundärschnitte nachberechnen lassen, z.B. bei der Kreuzbanddiagnostik am Knie. Wichtig: Es handelt sich im Gegensatz zu Röntgenverfahren nicht um ionisierende Strahlen! Bislang gibt es keinerlei Hinweise auf eine Gewebeschädigung auch bei wiederholten Untersuchungen.

Das kann man auf keinen Fall so pauschal sagen. Höhere Magnetfeldstärken, wie sie in den sogenannten geschlossenen Systemen üblich sind, ermöglichen zwar schnellere Untersuchungszeiten. Bei uns stehen wir aber nicht unter Zeitdruck. Mit etwas längerer Untersuchungszeit (die ja im Offenen MRT kein Problem ist) können ebenfalls qualitativ hochwertige Bilder angefertigt werden. Die Qualität der MRT-Bilder muss höchsten Ansprüchen und gesetzlichen Vorgaben genügen. Gerade deshalb bauen viele Gelenkzentren auf die Bilder der zertifizierten esaote-MRT-Geräte.

Die hohen Magnetfeldstärken können am Bewegungsapparat auch nachteilig sein, weil sich an den Gewebeschichten sogenannte Grenzzonenartefakte stärker ausbilden können.

Ein klassisches MRT mit hoher Feldstärke hat eindeutig Vorteile, wenn es z.B. um die Darstellung von Gefäßen geht oder wenn funktionelle Untersuchungen des Herzens angezeigt sind.

Schädelaufnahmen oder eine MRT des Bauchraumes und des Brustkorbes sind in unserem „MRT in der Orthopädie“ nicht möglich. Sollten weiterführende Untersuchungen in Ausnahmefällen notwendig werden, bauen wir auf die bewährte Zusammenarbeit mit den radiologischen Praxen der Umgebung unserer Praxisstandorte.

Der Patient liegt auf einem schwenkbaren und damit leicht zugänglichen Untersuchungstisch der auf drei Seiten über 300 Grad offen ist (siehe Abbildung). Es wird dann eine sogenannte »Spule« für die zu untersuchende Region angelegt, welche die MRT-Signale erheblich verstärkt und für eine ausgezeichnete Bildqualität sorgt. Während der Untersuchung sollte der Patient möglichst ruhig bleiben, da Bewegungen zu einer Verschlechterung der Bildqualität führen.

Die Untersuchung dauert je nach Region und Fragestellung zwischen 20 und 30 Minuten. Bei der Verwendung von Kontrastmittel (bei uns selten notwendig, z.B. zur Abklärung von Entzündungen, Tumoren oder bei narbigen Verwachsungen im Spinalkanal) benötigt man vorher einen aktuellen Nierenfunktionswert (Labortest), das Kreatinin im Serum. Diesen Test können wir als Schnelltest auch bei uns direkt vor der Untersuchung durchführen. Bei einer stark eingeschränkten Nierenfunktion darf kein MR-Kontrastmittel gegeben werden. Es handelt sich um einen Gadolinium-Komplex, der vollständig über die Nieren wieder ausgeschieden wird und damit nicht im Körper verbleibt. Allergische Reaktionen sind extrem selten. Es handelt sich NICHT um ein jodhaltiges Kontrastmittel, so dass es auch bei Schilddrüsenerkrankungen angewendet werden kann. Durch die Verwendung MRT-tauglicher Punktionskanülen können z.B. auch wirbelsäulennahe

Eine MRT kann keine feingewebliche Untersuchung ersetzen, z. B. bei Tumorerkrankungen. Aber sehr oft ergeben sich aus der charakteristischen Darstellung und Ausbreitung schon Hinweise, ob eine Raumforderung gut- oder bösartig ist. Auch in der Diagnostik von Kalkherden im Sehnenbereich ergeben sich manchmal Schwierigkeiten, weil sich Kalk und Sehnengewebe im MRT beide sehr dunkel darstellen. Bei Knochentumoren und Tochtergeschwülsten (Metastasen) sind Röntgenaufnahmen unerlässlich. Hier gibt es typische Röntgenzeichen, die beachtet werden müssen. Röntgenbilder haben durch die „Gesamtschau“ manchmal Vorteile gegenüber den Schnittbildern des MRT. Häufig jedoch ergänzen sich konventionelle Röntgenaufnahme und die MRT, z.B. wenn es um die Frage „frische oder alte Fraktur“ im Bereich der Wirbelsäule geht.

Vor jeder Untersuchung erhält jeder Patient ein Informationsblatt und einen Fragebogen, auf dem die Gegenanzeigen für eine Untersuchung im Offenen MRT herausgefiltert werden.

In folgenden Fällen darf eine MRT-Untersuchung (Kernspintomographie) nicht durchgeführt werden:

  • Herzschrittmacher
  • Defibrillator
  • implantierte Insulin- oder Schmerzpumpe
  • implantierter Spinal-Cord-Stimulator (SCS)
  • Gehörknöchel- und Cochlea-Implantate
  • Granatsplitter oder metallische Fremdkörper im Kopfbereich oder in der Nähe von Gefäßen
  • erstes Drittel der Schwangerschaft

Implantierte elektronische Geräte könnten durch das starke Magnetfeld Schaden nehmen. Gerade bei Herzschrittmachern gibt es jedoch seit 2006 zahlreiche MRT-taugliche Schrittmachermodelle. Hier wird nach einer MRT-Untersuchung zu Ihrer Sicherheit die Funktionsüberprüfung des Schrittmachers empfohlen.

Vorsicht ist geboten bei großen oder schleifenförmigen Tätowierungen im Untersuchungsgebiet. Die in den Farbpigmenten enthaltenen Metalle können sich erwärmen und Hautverbrennungen verursachen.

Die MRT-Untersuchung bei künstlichen Gelenken oder Metallimplantaten (z.B. Platten oder Schrauben nach einer Knochenbruchoperation) ist fast immer möglich!

Generell, sollte bei einer Schwangerschaft die Indikation einer Maßnahme und damit auch die Durchführung einer MRT-Untersuchung sehr zurückhaltend gestellt werden. Aus der Literatur ergibt sich, dass eine Kernspintomographie nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel ohne Gefährdung des Kindes durchgeführt werden kann. Denkbare Indikationen sind z.B. Tumorverdacht, akute Lähmungen, also immer dann, wenn eine Diagnoseverschleppung ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Mutter und damit auch für das ungeborene Kind darstellt. Viele MRT-Untersuchungen in der Orthopädie können nach der Geburt durchgeführt werden, z.B. zur Knorpelbeurteilung.

Die privaten Krankenkassen erstatten die Untersuchungen. Die Abrechnung erfolgt grundsätzlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) streng nach den Vorgaben der privaten Krankenversicherungen und wird daher regelhaft übernommen, genau wie bei Röntgenaufnahmen oder Ultraschalluntersuchungen.

Die Untersuchungen sind bei uns nicht teurer, als in einem konventionellen „geschlossenen“ Gerät. Die Kosten sind je nach Untersuchungsregion, Kostenträger und den notwendigen Untersuchungssequenzen unterschiedlich. Bitte sprechen Sie uns gerne an, falls Sie einen genauen Kostenvoranschlag benötigen.

Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Kosten im offenen MRT nur in ausgewählten Fällen. Voraussetzung für die Übernahme der Kosten ist beim offenen MRT eine Kostenübernahmeerklärung, die wir für Sie auf Wunsch erstellen können.