Wund- und Kompressionsverbände

Wundverbände

Wundverbände bestehen aus Wundauflagen und ihrer Fixierung. Sie dienen der Sicherung des Wundmilieus durch Sekretaufnahme und Ödem-kompression. Sie schützen zudem die Wunde vor äußeren Einflüssen. Kompressionsverbände komprimieren offene und gedeckte Gefäßläsionen (Reduktion von Blutergüssen), Ödeme unterschiedlicher Ursache sowie Gelenkergüsse. Entsprechend den Erfordernissen kommen elastische Binden, Filzkreuzverbände mit zusätzlicher Kompression aus Schaumstoff oder beispielsweise Zinkleimverbände zur Anwendung.Stütz- und FixationsverbändeStützverbände sind Verbände aus elastischem Material, die neben den Gelenken auch andere Elemente des Haltungs- und Bewegungsapparates stabilisieren, ohne sie jedoch vollständig ruhig zu stellen. Durch die teilweise erhaltene Gelenkfunktion können Immobilisierungsschäden vermieden und die Heilung geschädigter Strukturen begünstigt werden.

Beispiele für Stützverbände sind Verbände aus elastischen Materialien wie Schlauchbinden oder Fertigbandagen (z.B. Gilchristverbände nach Schulterluxationen oder Rucksackverbände nach Schlüsselbeinfrakturen) sowie Tape-Verbände (z.B. Dachziegelverbände nach Frakturen der Fußzehen). Eine unten ausführlich beschriebene Sonderform stellen die Kinesiotape-Verbände dar.