Hyaluronsäuretherapie für Gelenke, Sehnen und Bänder

Statt Kortisoninjektionen in ein krankes Gelenk hat sich die Therapie mit der so genannten Hyaluronsäure nachweislich bewährt.

Einsatzgebiet dieser Injektionen in große oder kleine Gelenke ist die Behandlung des Gelenkverschleißes (Arthrose).

Zwischenzeitlich können alle Gelenke des Körpers mit dieser wirksamen Therapie behandelt werden. D. h.: Neben den Knie- und Hüftgelenken ist es jetzt möglich, beispielsweise auch Schultereckgelenke, Wirbelgelenke (Facettengelenke bei Spondylarthrose), Sprunggelenke oder Kiefergelenke zu behandeln.

Um die Wirkung der Injektionen nachhaltiger zu gestalten, verwenden wir bereits seit Jahren eine Kombination von zwei unterschiedlichen Hyaluron-Präparaten.

Die Animation wurde uns freundlicherweise von der Firma MDT Int’l SA, Genf, zur Verfügung gestellt und zeigt sehr gut die Vorteile und die Wirkung der Hyaluronsäure in unterschiedlicher Viskosität.

Seit einigen Jahren ist die Hyaluron-Therapie aber auch zur Behandlung von chronischen Sehnenentzündungen (z.b. an der Achillessehne oder beim Supraspinatussehnen-Syndrom an der Schulter) oder bei Sehnenansatzreizungen (z.b beim Tennis-Ellenbogen) zugelassen und bei uns in der Praxis etablierter Behandlungsstandart. Auch nach Bandverletzungen hat sich das hochvidköse Hyaluron-Präparat bewährt (z.B. bei Außenbandrupturen am Knöchel oder bei Knieseitenbandverletzungen).

Als Nachbehandlungskur gibt es neuerdings auch Hyaluron als Trinkampullen. Diese können zu Wirkverstärkung und weiteren Verbesserungen des Knochenstoffwechsels eingesetzt werden oder auch eine Alternative zu den Injektionen sein, wenn viele Gelenke betroffen sind, z.B. bei einer Fingerpolyarthrose.

Wirkung der Hyaluronsäure im Gelenk

Die Viskosität der Gelenkflüssigkeit, die durch die Arthrose erniedrigt ist, wird erhöht und somit werden deren schmierende und stoßdämpfende Eigenschaften wiederhergestellt.

Die von der Arthrose angegriffene Schutzschicht der Gelenkoberfläche aus Hyaluronsäure wird wiederhergestellt und so der Knorpel vor weiterer Schädigung geschützt. Die Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovialmembran) geht zurück.

Im gesunden Gelenk spielt Hyaluronsäure eine entscheidende Rolle. Bei der Arthrose ist die Stoffwechselgleichgewicht (Homöostase) im Gelenk gestört und es kommt zu einer Kette von Entzündungsreaktionen, die den Knorpel dauerhaft schädigen.

Durch die Injektion des natürlichen Knorpelbausteins Hyaluronsäure kommt es bei den meisten Patienten (ca. 80%) zur einer spürbaren Schmerzlinderung, besseren Gelenkfunktion und damit zu einer deutlichen Steigerung von Vitalität und Lebensqualität. Gelenkoperationen können vermieden oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

                 

Üblicherweise werden je nach verwendetem Präparat 1 - 5 Injektionen jeweils in wöchentlichem Abstand vorgenommen. Bei Bedarf kann die Injektionsserie nach 6 - 12 Monaten wiederholt werden. Die Injektion ist schmerzarm (vergleichbar mit einer Blutabnahme). Zusätzlich kann auch ein Lokalanästhetikum gegeben werden.

Um zu gewährleisten, dass die Substanz in die Gelenkhöhle gespritzt wird, kontrolliert der Orthopäde die korrekte Lage der Injektionsnadel. Dies wird bei uns regelhaft beispielsweise mit Hilfe des Ultraschallgeräts bei Injektionen in Hüft- oder Wirbelgelenke durchgeführt.

Wir verwenden in unserer Praxis ausschließlich fermentativ gewonnene Hyaluronsäure, d.h. wir verwenden kein Fremdeiweiß aus Hahnenkämmen. Dadurch sind die Injektionen sehr gut verträglich. An Nebenwirkungen sind sehr selten vorübergehende Spannungsschmerzen oder eine rasch abklingende Schwellung bekannt. Alle Injektionsspritzen werden zweimal sterilisiert.

Im Oktober 2005 hat die Therapie mit Hyaluronsäure zur Behandlung des Gelenkverschleißes (Arthrose) ihre Bestätigung auf höchster wissenschaftlicher Eben erhalten. Das renommierte Cochrane-Institut hat in einer umfassenden Untersuchung die Wirksamkeit dieser Therapie bestätigt.                          

Diese Auszeichnung erhalten nur Therapieformen, bei denen in Studien allerhöchster Qualität der Therapieerfolg nachgewiesen werden konnte.