Genanalysen in der Orthopädie

Die Annahme, dass auch die Neigung zu Anfälligkeiten für Krankheiten, die erst in späteren Lebensjahren Beschwerden verursachen, in unseren Genen liegen, ist nicht nur Vermutung, sondern wird durch neueste wissenschaftliche Studien bestätigt.

Diese Krankheiten lassen sich durch geeignete Vorsorge hinauszögern oder sogar vermeiden. Ein positives Testergebnis bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine bestimmte Krankheit mit Sicherheit auftritt. Die Kenntnis der Unterschiede im Aufbau unserer Gene (Polymorphismen) kann jedoch genutzt werden, um zu vermeiden, dass diese genetischen Krankheitsanlagen durch Umweltfaktoren, z. B. Stress, Rauchen, falsche Ernährung, zu früher auftretenden oder schwerer ausgeprägten Krankheitsverläufen führen.

                    

Das genetische Analyseergebnis ermöglicht:

  • Ein frühzeitiges Erkennen von Anfälligkeiten für bestimmte Krankheiten, noch bevor diese auftreten
  • Individuelle Maßnahmen für Vorsorge und Therapie von Erkrankungen, z. B. Minimierung eines Thrombose- und Lungenembolierisikos vor Operationen (ganz wichtig z. B. vor Endoprothesenoperationen/künstlichem Gelenkersatz)
  • Maßgeschneiderte Auswahl und Dosierug bestimmter Hormone und Medikamente
  • Optimierung des Lebensstils und damit auch der Lebensqualität
  • Verlangsamung des Alterungsprozesses durch gezielte Ernährung und Auswahl der Nahrungsergänzung

Typische Beispiele von Gentests in der Orthopädie

  • Gentest zur Osteoposeveranlagung
  • Gentest zur Arthroseveranlagung
  • Gentest zur Feststellung eines erhöhten Thromboserisikos
  • Rheuma-Gentest

Für eine Genanalyse wird lediglich etwas Blut benötigt oder ein Abstrich von Körperzellen aus der Mundschleimhaut, der völlig schmerzlos mit Hilfe eines Wattestäbchens gewonnen wird.