Was sind Naturheilverfahren?

Warum Naturheilverfahren in der Orthopädie?

In der Orthopädie und Unfallchirurgie werden zum Einen die typischen Folgen eines Unfalles, z. B. eine Bewegungseinschränkung oder eine Arthrose nach einem Gelenkbruch behandelt. Zum Anderen gibt es typische angeborene Störungen und Fehlbildungen (selten).

Sehr häufig finden sich Muskel- und Gelenkveränderungen aber auch im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen, z. B. beim Rheumatismus. Die Schmerzen sehr vieler Patienten werden zumindest zu einem wesentlichen Teil durch eine - oft unbewusste - seelische Erkrankung mit verursacht. Deshalb ist es wichtig, dass man diese versteckten körperlichen und seelischen Hintergründe erkennt.

Viele Krankheitsursachen werden immer noch kaum beachtet oder eventuell übersehen, z. B. Krankheiten innerer Organe, die schmerzhafte Ausstrahlungen in die Gelenke und die Muskulatur verursachen, falsche Ernährung (nicht nur Übergewicht, sondern auch fehlende Vitalstoffe), Hormonmangel, Ansammlung von Stoffwechselabbauprodukten oder Giftstoffe aus der Umwelt, wie z.B. Quecksilber (häufig als "Schlacken" bezeichnet) im Bindegewebe.

Auch eine Störung der natürlichen Darmflora kann zu erheblichen körperlichen Beschwerden führen, z. B. reflektorische Rückenschmerzen. Schmerzen werden z. B. auch durch so genannte funktionelle Störungen ("Blockierungen") aufgrund einer Fehlstatik (z. B. Hohlkreuz, Beinverkürzung, Beckenverdrehung) verursacht und können sanft durch die Chirotherapie und Osteopathie behandelt werden.

Die Liste dieser Beispiele ließe sich noch erweitern. Sie soll vor allem eines verdeutlichen. In sehr vielen Fällen können mit der konventionellen Medizin hervorragende Erfolge erzielt werden, z. B. bei der Behandlung von Knochenbrüchen oder dem künstlichen Gelenkersatz oder bei der Behandlung von Knochentumoren (hier hat sich durch die Kombination der operativen Verfahren, Bestrahlung und moderner Chemotherapie eine wesentliche Verbesserung der Überlebensrate ergeben und häufig kann heute auf Amputationen verzichtet werden).

Viele der chronischen Krankheiten lassen sich mit der konventionellen Medizin jedoch nur unzureichend behandeln und sind bei Langzeittherapie mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden, z. B. Magen-Darm-Blutungen, Störungen des Immunsystems, Hautveränderungen, Nierenschäden. Hier ist das Haupteinsatzgebiet der Naturheilverfahren. Deren Ziel ist es nicht, von heute auf morgen eine schlagartige Verbesserung zu erzielen, sondern eine langfristige positive Veränderung des Gesamtsystems Mensch unter Berücksichtigung seiner körperlichen, seelischen und sozialen Lebensumstände.

Klassische Naturheilverfahren

  • Heilpflanzen in der Orthopädie
  • Bewegungstherapie
  • Ordnungstherapie
  • Physikalische Therapie (Kneipp Therapie)

Weitere naturheilkundliche Behandlungsmethoden

  • Akupunkturverfahren
  • Neuraltherapie und Mesotherapie
  • Enzymtherapie
  • Hormonersatztherapie
  • Vitalstoff-Therapie (Orthomolekulare Medizin)
  • Ausleitungstherapie (biologische Entgiftung)
  • Eigenblutbehandlung
  • Homöopathie