Chinesische Arzneimittel und Heilkräuter

                                       

In China werden ca. 70 Prozent der Erkrankungen nicht mit Hilfe der Akupunktur allein, sondern durch Heilkräuter behandelt. Diese Arzneimitteltherapie ist sehr komplex und kann nur durch jahrelanges Studium erlernt werden.

Meistens werden die Rezepturen als Arzneitee (Dekokt) eingenommen. Es gibt aber auch Tropfen, Pillen, Salben und andere Externa.

Wie immer, wenn etwas boomt, wird versucht rasch Geld zu verdienen. So sind TCM-Präparate in Umlauf gekommen, die aufgrund des Massenanbaus mit Schwermetallen oder Insektiziden belastet waren. Durch eine falsche Zubereitung (wohl mangels Unkenntnis der chinesischen Bezeichnungen) wurde ein krebsauslösendes Präparat (Aristolochia-Säure) vertrieben.

Gute chinesiche Arzneimittel kosten auch etwas. Viele Apotheken haben sich auf qualitativ hochwertige Arzneimittel spezialisiert. Hier wird auch darauf geachtet, dass tierische Bestandteile nicht das internationale Artenschutzabkommen verletzen. Viele dieser sogenannten TCM-Wundermittel kommen weniger aus der Medizin als aus der schillernden Welt der Aphrodisiaka (Potenzmittel).