Untersuchung nach den Regeln der TCM

 

 

Folgende Basisuntersuchungen helfen dem TCM-Arzt, eine chinesische Syndrom-Diagnose zu stellen:

  • Krankengeschichte, Kranheitsverlauf, Lebensumstände
  • Körperliche Untersuchung
  • Pulsdiagnose
  • Zungendiagnose                            

 

  Erhebung der Krankengeschichte und körperliche Untersuchung

Bei der TCM-Diagnostik werden Beschwerden, körperlicher Untersuchungsbefund (optischer Eindruck, Tastbefunde, Puls- und Zungendiagnose), Aussagen zur Krankheitsgeschichte, Ernährung und Lebenswandel in Zusammenhang gebracht. Wie ein Künstler ein Gemälde schafft, werden die einzelnen Elemente zu einem großen Bild zusammengesetzt, das chinesische Syndrom, z. B. "Leber-Qi-Stagnation".

Meistens geht es darum, eine Störung des inneren Gleichgewichts als Ursache aufzudecken und zu behandeln. Die Erkrankung lässt sich also nicht auf ein einzelnes Organ reduzieren. Vielmehr werden die Einflüsse der "pathogenen Faktoren" auf die Organsysteme betrachtet. Hierbei werden auch seelische Zustände berücksichtigt.

Bei der Behandlung wird berücksichtigt, dass sich diese Konstellation ändern kann und so wird auch die Therapie angepasst.

Zungendiagnostik

Bei der Zungendiagnostik werden Form, Farbe und Beschaffenheit der Zunge beurteilt, z. B. Rötung oder Verfärbung eines Zungenabschnitts, Zahneindrücke, Farbe und Dicke eines Zungenbelages, Flüssigkeit oder Schleimauflagerungen. Anhand der Lokalisation der Befunde kann auf das betroffene Organsystem geschlossen werden. Die Zungenbefunde ergänzen diejenigen der anderen Untersuchungsverfahren.

Pulsdiagnostik

Der Puls ist ein sehr wichtigstes Kriterium in der TCM - Diagnostik. Der Puls wird an beiden Handgelenken an jeweils 3 Stellen und in unterschiedlichen Tiefen getastet. Durch die Pulstastung wird der funktionelle Zustand des Patienten systematisch beurteilt. Man tastet die Frequenz, Tiefe, Kraft, Geschwindigkeit, Länge, Dicke, Gleichmäßigkeit, Rhythmus und Qualität. Diese geben Auskunft über Lokalisation und Schweregrad der Erkrankung. So deutet z.B. ein oberflächlicher, schneller voller Puls auf eine Erkältungserkrankung hin.